
CESTA NA SVETINO 2, LAŠKO
Golež-Haus
Eine Erinnerung an eine andere Zeit…
GESCHICHTE DES ORTES
Golež-Haus
Fast alle älteren Einwohner Laškos kennen das Haus an der Cesta na Svetino nicht nach seiner Hausnummer, sondern als ‘Golež-Haus’, in dem das ältere Laškoer Ehepaar Golež lebte. Besonders Frau Golež war für ihr aktives gesellschaftliches Engagement bekannt.
Das Haus gilt als ältestes erhaltenes Wohnhaus in Laško. Es ist ein außerordentlich seltenes und wertvolles Beispiel kleinstädtischer Architektur und führt direkt in das späte 16. beziehungsweise frühe 17. Jahrhundert. Obwohl es bereits 1973 zum Kulturdenkmal erklärt wurde, verbarg es seine größten Geheimnisse lange Zeit, weil umfassendere Untersuchungen zunächst nicht möglich waren, solange die damalige Eigentümerin darin wohnte. Erst spätere fachliche Sondierungen an Wänden und Decken zeigten, dass das Gebäude ‘aus einem Guss’ errichtet wurde — ein erstaunlich vollständig erhaltenes Meisterwerk, das die Wohnkultur der frühen Renaissance anschaulich dokumentiert.
Schon das Äußere verrät die reiche und wechselvolle Geschichte. Das Erdgeschoss ist massiv aus Stein gebaut, das Obergeschoss verbindet Holz und Teilmauerwerk; darüber liegt ein steiles Biberschwanzdach, im Norden dreiseitig abgewalmt und im Süden mit Halbwalm. Den nördlichen Holzteil umgibt ein malerischer Laubengang, dessen Tragwerk mit der ursprünglichen Holzkonstruktion verbunden ist; die grob verputzte Südfassade wird von drei mächtigen gemauerten Strebepfeilern gestützt.
Der eigentliche historische Zauber liegt im Inneren des vollständig unterkellerten Hauses. Im südlichen Keller beeindruckt ein Stein-Gewölbe mit tiefer Tonne und Stichkappen, typisch für das frühe 17. Jahrhundert. Den Durchgang zum nördlichen Keller markiert ein heute vermauertes Steinportal mit leicht spitzem Bogen, das zusammen mit den Deckenprofilen auf das 16. Jahrhundert und spätgotische Einflüsse hinweist. In den Wohnräumen oben verbergen sich unter neuerem Putz ursprüngliche Holzwände und eine profilierte Holzdecke; an der Tür eines kleinen Raums sind originale Beschläge mit renaissancezeitlich geformten Schmiedescharnieren und Federschloss erhalten. Besonderen Reiz besitzt die ehemalige Rauchküche, deren Steingewölbe bis in den Dachraum reicht, wo zwischen den Trägern sogar ein später eingesetzter alter hölzerner Speicher verborgen ist.
In der Vergangenheit setzte sich eine Bürgerinitiative für Erhaltung und Belebung des Hauses unter dem Konzept ‘Laščani in Europa – Europa in Laško’ ein.
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