Kirche St. Martin

AŠKERČEV TRG 7, LAŠKO

Kirche St. Martin

Romanische Kraft und barocke Pracht vereint in einem der bedeutendsten architektonischen Schmuckstücke Sloweniens.

GESCHICHTE DES ORTES

Kirche St. Martin

Die Anfänge der Erzpfarrkirche St. Martin in Laško reichen in die zweite Hälfte des 12., vielleicht in das 13. Jahrhundert zurück. Später wurde die Kirche mehrfach erweitert und umgebaut. Von der ursprünglichen Anlage sind Glockenturm und Hauptschiff erhalten; Untersuchungen zeigten, dass das Schiff einst eine flache Decke besaß. Unter dem massiven Chorturm — heute Glockenturm — lag ein quadratisches Presbyterium mit Hauptaltar. Dort ist bis heute ein Kreuzgewölbe mit zwei Diagonalrippen erhalten, die in den Ecken auf kurzen Säulen und Konsolen ruhen. Diese Bauweise beeinflusste auch andere Kirchen der damaligen Laškoer Urpfarre und bildet die sogenannte architektonische ‘Laško-Gruppe’.

In der Gotik wurden an die ursprüngliche einschiffige spätromanische Kirche zwei niedrigere und kürzere Seitenschiffe angebaut. Beide sind reich bemalt. Ende des 15. Jahrhunderts entstand an der Ostseite im gleichen Stil ein hohes Presbyterium mit äußeren Strebepfeilern, wodurch der massive romanische Glockenturm in die Mitte der Kirche rückte.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die Kapelle des hl. Franz Xaver und die Heilig-Kreuz-Kapelle angebaut. Beide tragen Fresken von Janez Zlatoust Vogel.

Die letzte Erweiterung erfolgte unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg mit zwei kleineren Kapellen. Durch eine von ihnen führt heute der Haupteingang.

In der Kirche stehen acht Altäre. Der Hauptaltar wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufgestellt und ist dem hl. Martin geweiht. Im Kirchenboden befinden sich drei Grüfte, je eine in jedem Schiff. Nach Auflassung des Friedhofs rund um die Kirche wurden einige Grabdenkmäler ins Innere gebracht, darunter die Grabsteine von Polydor de Montagnana und der Familie Stich aus der Zeit, als Primož Trubar in Laško tätig war.

Mit der letzten Erweiterung 1935 erhielt die Martinskirche ihre heutige Gestalt — ein architektonisches Gefüge aus Romanik, Gotik, Barock und Moderne.

Am Eingang fällt in der Außenwand ein steinerner Löwe in einer muschelförmigen Nische auf. Es handelt sich um einen barock überarbeiteten Löwen römischen Ursprungs, dessen Relief ursprünglich Teil eines antiken Grabsteins war.

IM LAUF DER ZEIT

Zeitleiste

12.–13. stoletje
Baubeginn der Martinskirche.
Gotika
Der ursprünglichen Kirche werden zwei Seitenschiffe angebaut und mit Fresken geschmückt.
Konec 15. stoletja
An der Ostseite entsteht ein hohes Presbyterium mit äußeren Strebepfeilern.
18. stoletja
Die Kapellen des hl. Franz Xaver und des Heiligen Kreuzes werden angebaut und mit Fresken ausgestattet; die Kirche erhält ihren heutigen Hauptaltar.
1935
Die letzte Erweiterung gibt der Kirche ihr heutiges Erscheinungsbild und einen neuen Eingang.

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